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JusProg noch immer unbrauchbar und käuflich

Sonntag, 14. August 2011, 15:30 Uhr | Autor:

KJM bewertet Jugendschutzprogramm positiv” (heise.de)

JusProg, dessen Entwicklung durch Mitgliedsbeiträge des gleichnamigen Vereins (Mitglieder sind unter anderem der Bauer Verlag, Beate Uhse, Bild.de und Freenet; derzeit kommen noch ca. 30 Prozent der Mitglieder aus der Erotikbranche) finanziert wird…

Diese Screenshots wurden mit der FSK-Stufe “12″ gemacht:
BILD ungefiltert

Playboy gefiltert

Der Unterschied zwischen diesen beiden Seiten? Das Tittenblatt ist Mitglied in dem Verein und das Tittenmagazin zahlt wohl nicht einmal das monatliche Schutzgeld den monatlichen Beitrag von 450 Euro.

Der Playboy ist übrigens erst ab 18 Jahre freigeschaltet und die BILD ab 12 Jahre – ein Schelm wer Böses dabei denkt.


Mal unabhängig davon dass kein 12jähriger weder mit nackter Haut erschreckt, noch hinter dem Ofen hervorgelockt werden kann, ist dieser Filter technisch gesehen mal wieder 100% murks.

Die Ergebnisse der Bildersuche von Google werden erst einmal nicht gefiltert angezeigt, womit es relativ leicht ist Pron-Seiten zu finden, die dann gar nicht gefiltert werden. Wer meint seine Kinder mit einem Filter vor Pron schützen zu können… naja, der hat eh verloren und sollte mal einen Aufbaukurs zum Thema Medien und Smartphones machen.

ha.ckers.org ist für bis zu 16jährige gesperrt, aber ckers.org dürfen bereits 12jährige besuchen!? IT-Security ist also böse-böse. Was für ein Unsinniger Filter.


Viel schlimmer ist allerdings dieser Schwachsinn:

3.3.2 Internetverbindungen:

Sie können den Internet-Spaß Ihres Kindes auf das reine Surfen mit dem Webbrowser beschränken. Wählen Sie hierfür die Einstellung Nur http zulassen. Möchten Sie Ihrem Kind auch andere Programme – wie Chat, E-Mail Clients oder Filesharing – erlauben, wählen Sie bitte Alle zulassen.

Vorsicht:Ihr Kind ist mit dieser Einstellung nicht mehr optimal geschützt. Bitte beachten Sie auch, dass in dieser Einstellung https nicht geblockt wird. Https wird verwendet, um verschlüsselte Verbindungen aufzubauen.

Quelle: http://www.jugendschutzprogramm.de/anleitung.php

Ja! Richtig verstanden. Bis einschließlich zur FSK Stufe 16 ist https blockiert. Die Schrottler der Software haben dabei vergessen dass auch fragFINN.de Seiten anbietet, die, aus gutem Grunde, ihre Daten nur verschlüsselt übertragen. fragFINN ist in dem softigen Stück Schrott, die Seite, die angezeigt wird (FSK 6), wenn eine böse-böse-Seite blockiert wurde oder es wird zumindest ein Suchschlitz von und zu fragFINN angezeigt. Warum https nun böse-böse sein soll, bleibt das Geheimnis der Schrottler.

Wird der Schrott mit der Eingabe des Elternpasswortes beendet, während man im Kinder-Modus war, so werden die angesurften Seiten weiterhin blockiert — ergo, der Schrott läuft im Hintergrund weiter.

Das der Schrott nur für Windows zu haben ist, versteht sich von selber, dass er aber unter Windows 7 nicht läuft, ist weniger verständlich.


Die KJM sollte sich mal folgende Fragen stellen:

  • Warum behandelt der Verein, der angeblich gemeinnützig sein soll, seine Mitglieder bei der Filterung der Inhalte bevorzugt? (Siehe oben: BILD vs. Playboy)
  • Warum wird die Filterliste intransparent gepflegt?
  • Ist eine Software unterstützungswürdig, die es nur für ein Betriebssystem gibt? (Laut EULA läuft der Schrott nur unter Windows XP und Vista.)

Wäre es nicht sehr viel sinnvoller ein Projekt anzustoßen, welches eine Open Source Lösung erarbeitet, die für Windows, OS-X und Linux verfügbar ist und deren Filterlisten transparent gepflegt werden?

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Netzpolitik.org e.V.

Montag, 18. April 2011, 13:12 Uhr | Autor:

Digitale Gesellschaft

Wir, das sind rund 20 Menschen aus dem Autorenteam und dem Umfeld von netzpolitik.org. Da ist alles dabei: Vom

  • Politologen über den
  • Informatikprofessor, bis hin zu
  • Designern,
  • Psychologen
  • Juristen und
  • NGO-Analysten.

Quelle: Digitale Gesellschaft: Jetzt in Deinem Land verfügbar (netzpolitik.org)

Also dann ist es doch eher

Berliner Digitale Gesellschaft” oder noch genauer

Beckedahl & Friends“.


Erst heißt es WIR SIND DIE DIGITALE GESELLSCHAFT! (digitalegesellschaft.de) und nun

5. “Digitale Gesellschaft” will den Alleinvertretungsanspruch haben, für Alle zu reden.

Das will “Digitale Gesellschaft e.V.” nicht (…)

Quelle: FAQ (digitalegesellschaft.de)

Kein Wunder! Denn 20 Menschen können sicher nicht 50 Mio. vertreten und für sie sprechen, schon gar nicht ohne auch nur einen kleinen Teil der nicht-Vereinsmitglieder zu fragen.

“Digitaler Kaiser” oder doch lieber “Kaiser der Digitalen”?

OK, ich höre schon auf. Die Namenswahl war also ein Griff ins Klo. Fertig.




Warum wird nicht einfach (es könnte alles so einfach sein…) aus Netzpolitik.org ein Verein gemacht?

Bei Netzpolitik.org kennt man zumindest einige der Autoren, man weiß wofür und wogegen sie stehen. Die Gründe für die Vereinsgründung von “Digitale Gesellschaft” lassen sich auf Netzpolitik.org übertragen?! Wenn nein, warum nicht? Wenn ja, warum nicht diese Konstruktion?

Netzpolitik.org muss sich nicht mehr erklären, in ca. 9700 Blogeinträgen findet man viele Antworten. Es steht für Netzpolitik, erhebt dabei nicht den Anspruch für alle 50 Mio. sprechen zu wollen.

Hat sich Markus schon einmal auf Netzpolitik.org darüber ausgelassen, dass er zu viele Einladungen von Politikern, NGOs, etc. bekommt und Unterstützung braucht? Wenn ja, warum fand er keine Helfer? Wenn nein, warum tat er dies nicht?

Hat Markus schon einmal auf Netzpolitik.org die Frage gestellt, ob irgendwer generell für das Design, für die Programmierung oder auch das Management von Kampagnen Mitverantwortung tragen möchte? Wenn ja, warum fand er keine Helfer? Wenn nein, warum tat er dies nicht?

Was spricht gegen Netzpolitik.org e.V.?

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