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Web 2.0 braucht keine Passworte mehr

Montag, 30. März 2009, 17:33 Uhr | Autor:

Meine Sonntage sind nur für meinen Spaß reserviert und der ist u.a. – neue Seiten, mit alten Fehlern finden. Gestern fand ich eine (für mich) neue Seite, ca. ein Jahr online, aber schon ein Relaunsch hinter sich, vielleicht waren es auch mehrere, die Seite war mir gar nicht aufgefallen, da mich das Thema nicht sonderlich interessiert, ich kann ja auch nicht alles kennen.

Ich mich also dort registriert, ganz brav mit einem Fakenamen und einer Müll-E-Mail-Adresse. Dabei dann schon nach XSS geschaut, nix. Als erste Maßnahme, nach dem Login mal probieren was als Passwort akzeptiert wird (bei der Registrierung maulte es: “mindestes 6 Zeichen”). Ich vergebe also nur sechs Leerzeichen als neues Passwort… nix passiert, bzw. keine Fehlermeldung? Grübel?! Hat er’s gefressen oder nicht?! Abgemeldet, dann Login mit sechs Leerzeichen… Hajooo! Drin is er! Kann das sein? Nochmal abgemeldet, Cookies und Cache gelöscht, Browser neu gestartet. Nochmal… jo! Wieder drin. Also das Teil akzeptiert Leerzeichen als Passwort – schön, kann man sich leicht merken.

Wie wäre es mal ohne Passwort? Also wieder Passwort ändern, und diesmal lasse ich die Formularfelder leer… kein Gemaule, ok?! Abmelden, dann ohne Passwort, nur mit der E-Mail-Adresse, Login… Jupp! Wieder drin! Ich lach mich schlapp. Noch schöner, da brauch ich mir gar kein Passwort mehr merken.

Also, die Registrierung ist so dumm, da werden sechs Leerzeichen für Name und Passwort akzeptiert. Man muß nur eine E-Mail-Adresse angeben, um den Aktivierungslink zu bekommen. Und nach der Registrierung braucht man nur die E-Mail-Adresse um sich einloggen zu können, Passwort ändern ist nicht erforderlich – das ist neu, solch einen Bug habe ich noch nie gesehen.

Im Innern ist es auch sehr Bugsbunny, da hüpfen einem an vielen Stelle Fehler entgegen. Zum Teil einfach nur Usability-Müll, die den Dienst aber unbrauchbar machen. Man kann dort z.B. sein Profil erweitern, lässt ein neues Feld für eine Telefonnummer (per Ajax) einfügen, trägt seine Nummer ein, soweit so gut. Man darf aber nie nich auf die blöde Idee kommen, ein Feld anzulegen, welches man irgendwann wieder löschen möchte – die lassen sich nämlich nicht mehr löschen. :O)

Das interne Mitteilungs- und Kontakte-System ist auch nett. Nicht nur das man anderen Mitteilungen inkl. JavaScript und anderem HTML-Zeugs schicken kann, man kann auch einem anderen User einen Kontaktwunsch senden, der dann seinen kompletten Account unbrauchbar macht. Nur wenn er den Exploder benutzt, dann hat er evtl. noch eine Chance ohne Accountlöschung davon zu kommen. ;O)

Oh mein Gott. Und so etwas bekommt noch Geld von Investoren. Aber, das Geld ist ja nicht weg, es ist nur in anderen Taschen.

Wenn ich an die Seite denke, muß ich immer noch lachen. :O)

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Meine Prophezeiungen ;O)

Mittwoch, 10. September 2008, 20:25 Uhr | Autor:

Am 27. März schrieb ich in “Pfand¥“:

Zur Zeit: “Ihre Suchanfrage ergab 63 Treffer.”

Ich behaupte mal das die Jungs keine 5.000 Yen zusammen bekommen und nach den Sommerferien kaum mehr als diese 63 Treffer zu finden sein werden,…

Heute: “Ihre Suchanfrage ergab 147 Treffer”

Ok, es sind mehr geworden, aber von den Treffern wurden 59 vor dem 27. März erstellt. Für 5½ Monate, seit meinem Beitrag, nicht so berauschend. Da wird es mit den 5 Mio. Euro Umsatz für 2008 von Pfandy wohl nichts. ;O)

(Die 5 Mio. Euro Umsatz nannte der Geschäftsführer gegenüber der Internet World Business. Leider ist der Pfandy-Artikel dort nicht online zu finden.)




Und vor über einem Jahr (15. August 2007) schrieb ich in “Premiere: verkaufen!“:

Mein erster Eindruck von Michael Börnicke: ein Finanzmensch – ein Banker – ein trockener Sesselpfurzer – ein Buchhalter – mit Ärmelschonern – kein Medienmensch – kein Mensch der auch mal nach seinem Bauchgefühl, gegen die nackten Zahlen handelt – kein Visionär – kein Unternehmer – und schon gar kein Medienunternehmer.

Wenn ich Aktien von Premiere hätte – jetzt würde ich sie verkaufen.

Damals hieß es in “Michael Börnicke – Raus aus dem Schatten” (FTD) noch:

“Die Finanzwelt fasste den Wechsel gelassen auf und nannte Börnicke eine fähige Besetzung.”

Und eben lese ich: “Führungswechsel bei Premiere – Murdoch-Getreuer übernimmt das Ruder” (FTD)

Firmenchef Michael Börnicke habe den Aufsichtsrat gebeten, ihn von seinen Aufgaben zu entbinden, teilte Premiere am Mittwoch nach Börsenschluss mit.
(…)
Auf dem Frankfurter Parkett zog der Kurs im späten Handel nach Bekanntgabe des Führungswechsels deutlich an.

In den letzten 12 Monaten hat die Aktie knapp 22% (eben waren es noch 21,89% <g>) 19,34% verloren.
(FTD-Chart zu PREMIERE AG NAMENS-AKTIEN O.N.)


Beides nur Zufall? Mit gesundem Menschenverstand und etwas Menschenkenntnis kann man diese Zufallstreffer leicht erhöhen. :O)

Thema: so Leute, StartDown, Wirtschaft | Kommentare geschlossen