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Dumme Registrierung für Downloads

Sonntag, 31. Januar 2010, 14:46 Uhr | Autor: ich

Auf der Seite “Web 2.0 Gefahren” (de.securitypoint.westcon.com) gibt es neben der Reklame für websense auch ein kleines Bildchen auf dem “Download” steht. Dort soll es u.a. etwas zur “Prognose über die Web Gefahren 2010″ zum runterladen geben. Wenn ich darauf klicke, um zum erhofften Download zu gelangen, so bekomme ich nur ein Formular angezeigt, in dem die Felder “First Name”, “Last Name”, “Company”, “Email” und “Phone” ausgefüllt werden müssen!

Wenn ich so etwas sehe… da bekomme ich soooooo einen Hals…

Ok, dann gebe ich eben Fakedaten ein und eine der vielen Wegwerf-E-Mail-Adressen, die es genau für solche Fälle gibt. Nun erwarte ich entweder direkt einen Link zum Download oder eine E-Mail in der der Link enthalten ist. In Ausnahmefällen wird auch schon mal an die versendete E-Mail das gewünschte Dokument angehängt. Njet! Es gab zwar gleich drei E-Mails, einen Dank und zwei Abwesenheitsnotizen, aber keinen Link zum Download!

(Wird JavaScript im Browser deaktiviert, so reicht es auch aus nur die E-Mail-Adresse einzugeben, um nichts sinnvolles zugesendet zu bekommen. <g>)

Wenn ich mir das E-Mail-Formular genauer anschaue, dann sehe ich u.a. ein hidden-Feld mit dem Namen “emailto” und darin sind drei E-Mail-Adressen enthalten. Die HTML-Seite des Formulars kann ich natürlich auch bei mir abspeichern und dann das Feld “emailto” mit einer E-Mail-Adresse meiner Wahl bestücken… :O)
Spam vom Formular
So sieht also die E-Mail aus die die morgen sehen werden…

Da in dem Formular auch die anderen Bestandteile der E-Mail (Betreff und Inhalt) in hidden-Feldern enthalten sind, könnte man dieses auch zum Versenden eigener Nachrichten verwenden.


Wer ist das denn überhaupt, der da so viele Dummheiten begeht?

ÜBER WESTCON SECURITY
Westcon Security, ein Unternehmensbereich der Westcon Group, ist führender Spezialdistributor von hochentwickelten Security-Lösungen.
Westcon Security bietet genau die Services, Trainings, Support und das Lösungs-Programm, um unsere Kunden dabei zu unterstützen noch profitabler und wettbewerbsfähiger zu werden.

Aha, zum Glück haben die nichts mit IT-Security zutun, ich dachte schon…


Und natürlich finde ich dort auch weitere Hinweise zu meinem Lieblingsthema

Noch ein Hinweis zur Datenschutzerklärung: BVDW: Einsatz von Google Analytics nur mit Datenschutzhinweis rechtmäßig (heise.de)


Irgendwie tun mir ja die Mitarbeiter dort leid, die die Berge an E-Mails bekommen die wertlos sind, und dies nur weil irgendwer der Meinung ist, Adressdaten generieren zu müssen, die natürlich auch wertlos sind. Das mit den Fakedaten in solchen Formularen mache ja nicht nur ich so. Jeder der schon einmal irgendwo seine echten Daten angegeben hat und dieses Geschmeiß dann über Jahre nicht abschütteln konnte, wird es gewiss genau so machen wie ich.


Ich habe auch eine “normale” E-Mail-Adresse benutzt, da es manchmal mit den Wegwerf-E-Mail-Adressen Probleme gibt, wenn es Dateianhängen gibt. Dabei bin ich dann auf eine kuriose Fehlermeldung von Microsoft gestoßen, die den Normaluser wahrscheinlich verunsichern wird: “Sie konnten nicht abgemeldet werden, da Drittanbietercookies offensichtlich von Ihrem Browser blockiert werden.” Und wieder ein sehr schöner Beitrag von Microsoft zum Datenschutz…


Und dies alles nur, weil mal wieder jemand zu dumm ist einen Download korrekt anzubieten. :O)


Thema: Korinthenkacker, Microsoft, Reklame, Sicherheit | Kommentare geschlossen

sueddeutsche.de kauft positiv gestimmte Blogeinträge und merkt es nicht?!

Montag, 18. Januar 2010, 22:21 Uhr | Autor: ich

Nach “Peinlich, peinlich: “Süddeutsche Zeitung” kauft sich lobende Blogposts” (upload-magazin.de) haben sich wohl ein paar Leute erinnert… “Da war doch mal was mit der Süddeutschen?!”… ja, es war etwas ähnlich Peinliches.

Mir fiel bereits an den vergangenen Tagen auf dass nach meinem alten Eintrag gesucht wurde. Schon knapp eineinhalb Jahre ist es her, da verglich ich die SEO-Künste von sueddeutsche.de und welt.de: “Süddeutsche gegen SEO


Wenn ich mir den Artikel vom “UPLOAD Blog” durchlese

Wer als Blogger das Angebot der Süddeutschen annimmt, soll zunächst die iPhone-App der Zeitung herunterladen. Wozu das genau notwendig sein sollte, war mir auf den ersten Blick nicht so recht klar, denn nicht nur ein praktischer Lobeshymnen-Baukasten wird dem Blogger frei Haus geliefert (s.u.), auch passende Screenshots sind gleich dabei.

und die Erklärungsversuche bzw. die Schadenbegrenzung dazu, als Kommentar im Blogeintrag
Peter Bilz-Wohlgemuth verantwortlich für sueddeutsche.de-Marketing

1. Wir wollten eine virale Kampagne lancieren
(…) Wir haben jedoch immer betont, dass wir mitnichten „lobende Blogposts“ haben wollen, (…) hier der Blogger die Freiheit hat, zu entscheiden, was er schreibt und was nicht.

Trigami-Chef Remo Uherek

1. Wir als Trigami haben grossen Mist gebaut! Punkt.

2. Unsere interne Qualitätskontrolle hat versagt, und diesen Fehler nehme ich auf meine Kappe, denn ich habe die entsprechenden Mitarbeiter persönlich eingeschult.

So wirklich kauf ich den beiden die Geschichte nicht ab.

Trigami ist im Verhältnis zur Süddeutschen natürlich ein Zwerg und versucht kleine Brötchen zu backen, in der Hoffnung evtl. doch mal wieder mit den Jungs ins Geschäft zu kommen. Und es macht sich einfach nicht gut, wenn man einen bereits verlorenen Kunden öffentlich der Dummheit oder gar der Lüge bezichtigt.

Woher kamen denn die Textbausteine für den “Lobeshymnen-Baukasten”? Sitzen bei Trigami Leute, die ohne jegliche Informationen vom Kunden, Werbetexte verfassen und diese – ohne Rücksprache mit dem Kunden – den Bloggern übermitteln? Wohl kaum! Die Textbausteine kamen doch wohl eher von der Marketingabteilung von sueddeutsche.de selber. Und was haben die Marketing-Menschen gedacht warum sie diese Werbebotschaften abliefern sollen? Weil dem Otto-Normal-Blogger, der für Trigami “Text-Reviews” (trigami.com) schreibt, nichts einfällt? Vielleicht sind sie es auch einfach nur – aus dem eigenen Tagesgeschäft – gewöhnt, das Hersteller Einfluss auf die Berichterstattung über sie und ihre Produkte nehmen.

Und was hat ein offen als Werbung gekennzeichneter Blogeintrag mit einer “virale(n) Kampagne” zutun?

Etwas Text für die sueddeutsche.de-Marketingabteilung:

Virales Marketing (auch Viralmarketing oder manchmal Virusmarketing) ist eine Marketingform, die soziale Netzwerke und Medien nutzt, um mit einer meist ungewöhnlichen oder hintergründigen Nachricht auf eine Marke, ein Produkt oder eine Kampagne aufmerksam zu machen.

Quelle: de.wikipedia.org

Wie ungewöhnlich und hintergründig… wenn am Anfang eines Blogeintrages “Trigami-Anzeige” steht… ;O)


Noch kurz etwas zu den “Advertorials” (trigami.com):

Advertorials sind redaktionelle Werbetexte, geschrieben von Bloggern, 100% positiv durch Inhaltskontrolle Ihrerseits.

Da diese Werbeform Spam ist, sollte sie auch eine andere Kennzeichnung in den Blogs bekommen als die üblichen “Text-Reviews” (trigami.com). Bei den “Text-Reviews” ist mir zwar auch klar das der Blogger nicht zu böse/ehrlich über ein Produkt oder eine Dienstleistung schreibt, da er ja auch zukünftig noch Aufträge von Trigami bekommen möchte, aber solchen Beiträgen kann ich, u.U. je nach Blogger, trotzdem noch einen Wert abgewinnen. Leider sieht man dem wertlosen Spam-Eintrag nicht an, das der Text und die Zielrichtung vom Auftraggeber zu “100%” vorgegeben wurde.

Diese Geschichte hat mich erst auf diese “Advertorials” gebracht, was nun dazu führt, dass ich alle Beiträge, bei denen “Trigami-Anzeige” steht, als wertlosen Spam einordnen muss.

Thema: Medien, Reklame, so Leute | Ein Kommentar