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Verarschung von GMX wegen De-Mail

Mittwoch, 4. September 2013, 18:15 Uhr | Autor:

Ich bekam eben folgende E-Mail von GMX:

Achtung: Sie sind nicht erreichbar!


Sehr geehrter Herr Schwarz,

es besteht Ihrerseits Handlungsbedarf, denn Sie sind per De-Mail derzeit nicht erreichbar!

Momentan könnten wir Ihnen daher keine De-Mail, z. B. von der Deutschen Rentenversicherung, Ihrer Bank oder anderer Institutionen aus Ortenberg, zustellen.

Sie benötigen für den Empfang einer De-Mail ein persönliches De-Mail Postfach.

Wie Sie wissen ist der E-Mail-Verkehr zwischen einem E-Mail-Postfach und einem De-Mail-Postfach nicht (!) möglich.

Eröffnen Sie daher noch heute Ihr De-Mail-Postfach als kostenlose Ergänzung zu Ihrem E-Mail-Postfach.

Ja, sorry, ich gebe es zu, es besteht meinerseits wirklich “Handlungsbedarf”. Ich muss endlich diese, noch aus nostalgischen Gründen bestehende, E-Mail-Adresse bei GMX löschen.


Vielleicht sollten sich Verbraucherschützer dieses Vorgehen von GMX genauer ansehen. Ein unerfahrener Benutzer könnte auf die Idee kommen, dass das Registrieren einer De-Mail wirklich zwingend erforderlich ist. Es ist einfach unerträglich, wie hier versucht wird, die Unerfahrenheit vieler Benutzer für das eigene Geschäft auszunutzen. Ich befürchte allerdings, dass dies nicht als Täuschung bewertet werden kann, weil die GMX-Juristen bei der Formulierung darauf geachtet haben, dass sie nicht justiziabel ist.

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Journalismus == Copy & Paste ohne Hirn

Montag, 19. August 2013, 10:50 Uhr | Autor:

Handel mit vertraulichen Daten: Millionen deutsche Patienten und Ärzte werden ausgespäht” (spiegel.de)

  • verkauft Patientendaten in unzureichend verschlüsselter Form
  • Handel mit Rezeptdaten legal, solange die Daten nur verschlüsselt weitergegeben
  • Für die Pharmaunternehmen enthalten selbst anonymisierte und verschlüsselte Datensätze
  • schlecht verschlüsselten Daten

Es geht nicht um Verschlüsselung.

Datenschützer Thilo Weichert (erklärt) in der “Deutschen Apotheker Zeitung”, dass (…) keine anonymisierten, sondern – unzulässig – pseudonymisierte Daten”

Er hat zwar Thilo Weichert zitiert, aber nicht verstanden worin die Unterschiede zwischen Verschlüsselung, Pseudonymisierung und Anonymisierung bestehen.

REZEPTDATEN – Weichert: Es wird geleugnet und verharmlost” (deutsche-apotheker-zeitung.de)

Da hat wohl jemand bei der SPON gemeint “Gib es ihm, da kann er nicht viel falsch machen.” Wie man nachlesen kann, hat der Volontär aber alles falsch gemacht. Ist eben schon dumm, wenn man nicht versteht worüber man schreiben soll.


Hier mal etwas aus der allwissenden Müllhalde, für die die noch immer nicht verstanden haben worauf ich hinaus will:

Die Anonymisierung ist das Verändern personenbezogener Daten derart, dass diese Daten nicht mehr einer Person zugeordnet werden können. Bei der Pseudonymisierung wird der Name oder ein anderes Identifikationsmerkmal durch ein Pseudonym (zumeist eine mehrstellige Buchstaben- oder Zahlenkombination, auch Code genannt) ersetzt, um die Identifizierung des Betroffenen auszuschließen oder wesentlich zu erschweren.

Im Gegensatz zur Anonymisierung bleiben bei der Pseudonymisierung Bezüge verschiedener Datensätze, die auf dieselbe Art pseudonymisiert wurden, erhalten.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Anonymisierung_und_Pseudonymisierung


Ich konnte es natürlich nicht lassen meinen Senf bei der SPON als Kommentar zu hinterlassen:

Vielleicht sollte der Autor sich erst einmal darüber klar werden, was Verschlüsselung, Anonymisierung und Pseudonymisierung ist.

Solche Majestätsbeleidigung wird dann natürlich nicht freigeschaltet, weil ehrabschneidend und bösartig. ;O)


Gestern habe ich mal wieder die 20-Uhr-Tagesschau gesehen, wo der Unsinn vom Spiegel verbreitet wurde.

Apotheker verkaufen Patientendaten” (tagesschau.de)

Das Apothekenrechenzentrum VSA in München verkauft einem “Spiegel”-Bericht zufolge in großem Stil Patientendaten. Grundsätzlich sei der Handel mit Rezeptdaten zwar legal, solange sie verschlüsselt weitergegeben (…)

Da sitzt also ein Tagesschau-Redakteur und meint, diese Info ist so wichtig, dass sie in die 20-Uhr-Meldungen reingehört, macht sich aber nicht die Mühe sein Hirn einzuschalten.


Es ging ja nicht einmal um irgendein Spezialwissen über Computertechnik — einfach nur Begriffe aus dem Alltagsleben erkennen und verstehen! OMG!


Es gibt, wie fast immer, viele Medien die diesen SPON-Unfung ohne Hirn übernommen haben. Das ist dann auch der Grund dafür, dass ich für diese Medien nicht bereit bin Geld auszugeben. Wer einfach nur etwas ohne Hirn kopiert, maximal ein paar Sätze umformuliert und andere Bildchen verwendet, der soll weiterhin versuchen per Reklame auf seiner Seite Geld zu verdienen, so wie es auch SPON macht. ;O)

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