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Das Geld ist ja nicht weg – nur in einem fremden Portemonnaie

Freitag, 18. Juni 2010, 12:18 Uhr | Autor:

AOL verkauft Bebo” (heise.de)

Doch angesichts des Niedergangs von Bebo gilt es als sicher, dass die Summe nur einen Bruchteil der 850 Millionen US-Dollar beträgt, die AOL selbst vor zwei Jahren berappen musste.

Der Niedergang von bebo.com in einer Kurve kondensiert:
bebo.com - Alexa


News Corporation kauft Spyware-Verbreiter Intermix Media” (heise.de)

Der global agierende Medienkonzern News Corporation übernimmt das kalifornische Online-Unternehmen Intermix Media für 580 Millionen US-Dollar (479 Mio Euro) oder zwölf US-Dollar je Aktie in bar.
(…)
In einer separaten Transaktion hat Intermix Media zudem eine Option zum Kauf der 47 Prozent Restanteile an dem stark wachsenden Internet-Portal MySpace.com genutzt, …

Damals (2005) arbeitet ich für jemanden der nach dem MySpace-Verkauf aus seinen feuchten Träumen nicht wieder aufwachte und nur noch von Ferrari, Lamborghini & Co. schwafelte. Er glaubte ernsthaft dass ein Investor eine dreistellige Millionensumme für seinen SocialMurks zahlen würde, um es zu übernehmen. Sein Gönner dampfte das Budget für den Betrieb der Website von Monat zu Monat auf das Allernötigste ein, wo kaum Geld für Entwicklungen und kein Geld für Werbung zur Verfügung stand. Wenn ich sage “kein Geld für Werbung” dann meine ich auch “kein”. Der Geldgeber ist der Meinung dass sich ein Produkt ohne Werbung verkaufen muss. Mit der Denke hat er schon andere Projekte an die Wand gefahren — aber leider nie etwas daraus gelernt. Nach insgesamt sieben Jahren und einer zweistelligen Millionensumme die sein Geldgeber verbraten hatte, wurde die SocialSite dichtgemacht. Das Leiden hat endlich ein Ende.

Hier mal bebo.com und myspace.com im Vergleich:
bebo.com vs. myspace.com - Alexa


2003 habe ich mit jemanden zusammengearbeitet der mal im Management für eine Firma arbeitete, die auch ein paar Milliarden für die UMTS-Lizenzen im Jahr 2000 ausgegeben hatte. Ich sagte ihm dass ich damals lachen musste wie ich von den knapp 100 Milliarden Mark hörte, die für… (Was eigentlich? War ja nicht einmal Berliner Luft in Flaschen.) dem Finanzminister in die Hand gedrückt wurden. Er sagte mir:

Das war für mich nicht zum Lachen. Ich habe meine Kollegen gefragt ob sie denn noch bei Verstand wären und die meinten nur: “Sie haben keine Ahnung Herr …!”

Flächendeckend ist UMTS auch nach 10 Jahren noch nicht verfügbar und nun wurden schon wieder ein paar Milliarden verbraten:
Frequenzauktion bringt 4,4 Milliarden Euro” (heise.de)


Und nun noch der aktuelle Star am Social-Network-Himmel:
bebo.com vs. myspace.com vs. facebook.com - Alexa

Ob Facebook die nächsten zehn Jahre überleben wird? Dies kann wohl niemand genau vorauszusagen, aber ich glaube eher nicht daran. Das Geschäft in diesem Segment ist sehr fragil und kann fast über Nacht zusammenbrechen. Schiere Größe ist kein Garant für Beständigkeit.

Wir erinnern uns noch an die Fusion von Time Warner und AOL im Jahr 2000?
AOL und Time Warner fusionieren” (heise.de)

AOL wird an der Börse momentan mit etwa 163 Milliarden US-Dollar bewertet, Time Warner mit 83 Milliarden.

Kaum zu glauben, wenn man sich AOL heute anschaut.

Thema: Internet, StartDown | Kommentare geschlossen

4te Dialogveranstaltung mit dem Innenminister (Unplugged)

Mittwoch, 2. Juni 2010, 18:19 Uhr | Autor:

Schutz der Bürger vor Identitätsdiebstahl und sonstiger Kriminalität im Internet

Die Freiheit der Internetnutzung ist nur dann von Wert, wenn der Bürger dabei sicher sein kann, dass seine personenbezogenen Daten und die Integrität seiner Informationstechnik geschützt sind. Tatsächlich ist dies heute nicht gegeben. Oft erkennen die Nutzer gar nicht, wenn ihr PC durch ein Schadprogramm infiltriert wurde, das seine persönlichen Daten abgreift oder seinen PC fernsteuert. Internetkriminalität und die Herausforderungen für die Gefahrenabwehr und Strafverfolgung sind zu diskutieren als auch die Verantwortung der Wirtschaft für sichere digitale Identitäten. Dabei kann es jedoch nicht darum gehen, das Internet insgesamt zu „kriminalisieren“. Ziel eines sicheren Internets muss die freie Nutzung und Nutzbarkeit durch die Bürgerinnen und Bürger sein.

Von der gesamten Veranstaltung gibt es auch wieder einen Audiomitschnitt:
http://e-konsultation.de/netzpolitik/sites/default/files/2010-06-01.mp3
(Länge: 03:07:03 | Größe: 74,9 MByte)

2010-06-01-frage1 from E-Konsultation Netzpolitik on Vimeo.

2010-06-01-frage2 from E-Konsultation Netzpolitik on Vimeo.



Zu den vorherigen Veranstaltungen gibt es auch Videos und MP3s. Hier habe ich jetzt nur die MP3s verlinkt, da der eine oder andere evtl. etwas länger, auf “Perspektiven deutscher Netzpolitik” (e-konsultation.de) danach suchen würde. Ich finde die Seite nicht gut umgesetzt, dieses auf- und zuklappen der einzelnen Bereiche und das automatische rauf- und runterscrollen ist doch sehr gewöhnungsbedürftig. Diese Technik kann man sehr gut für kurze, kleine Seiten benutzen, aber bitte nicht für so viel Inhalt.

Hier jeweils der Link zu den einzelnen Veranstaltung und zu dem Audio-Mittschnitt. Die MP3s sind hier alle so verlinkt, dass diese sofort abgespielt werden können. Zum Abspielen einfach auf den Pfeil am Ende des Links klicken. Rechtsklick, “Speichern unter…” ist auch klar. :O)

  1. Datenschutz- und sicherheit im Internet” (e-konsultation.de)
    http://www.e-konsultation.de/netzpolitik/sites/default/files/audio_gesamtkonferenz.mp3
    (Länge: 03:07:35 | Größe: 171,8 MByte)
  2. Internet als Mehrwert erhalten” (e-konsultation.de)
    http://www.e-konsultation.de/netzpolitik/sites/default/files/2010-03-24.mp3
    (Länge: 03:13:02 | Größe: 66,3 MByte)
  3. Staatliche Angebote im Internet” (e-konsultation.de)
    http://e-konsultation.de/netzpolitik/sites/default/files/netzpolitik3audio.mp3
    (Länge: 02:32:23 | Größe: 74,9 MByte)
  4. Schutz der Bürger vor Identitätsdiebstahl und sonstiger Kriminalität im Internet” (e-konsultation.de)
    http://e-konsultation.de/netzpolitik/sites/default/files/2010-06-01.mp3
    (Länge: 03:07:03 | Größe: 74,9 MByte)



Nachdem ich mir alle Audio-Mittschnitte angehört habe, habe ich ein vollkommen anderes — sehr positives — Bild vom Innenminister. Denn man hört ihn vollkommen ungefiltert sprechen, nicht so wie im Fernsehen oder Radio, wo man nur das hört was der Redakteur für wichtig oder passend zum Thema hält.

Knapp 12 Stunden Audio… :O) Viel Zeuch, ich weiß, aber wirklich interessant. Man muss es ja nicht alles am Stück hören.

Thema: Datenschutz, Internet, Politik, Sicherheit | Kommentare geschlossen