BVDW verbreitet(e) Malware?
Samstag, 24. Juli 2010, 14:13 Uhr | Autor: ich
“Innenministerium kontert Kritik: De-Mail ist sicher” (zeit.de)
Neben dem üblichen Herbeisehnen “Zudem sei das System so sicher…” las ich noch:
Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) forderte, im Gesetzentwurf eine einheitliche Kennzeichnung der De-Mails zu verankern,…
Die Deutsche Post weicht allerdings davon ab, hier soll die Adresse «vorname.nachname@epost.de» lauten.«Zusätzliche Domains bergen ein erhebliches Risiko, die Endnutzer zu verwirren und so die Eindeutigkeit und die Glaubwürdigkeit der De- Mail zu gefährden», erklärte der BVDW.
Ich wollte eigentlich nur etwas genauer schauen wer, was, wann gesagt hatte — denn das was die Deutsche Post anbietet gehört nicht zu De-Mail, sondern ist ein Konkurrenzprodukt — aber soweit kam ich gar nicht:

Safe Browsing Diagnostic page for bvdw.org (google.com) (Screenshot)
Da hat Google also Malware gefunden oder zumindest etwas verdächtiges registriert.
Im Quellcode auf bvdw.org fand ich dann einen Hinweis:
<!-- Generated by OpenX 2.8.1 -->
“Schwachstelle in OpenX ermöglicht Kompromittierung von Ad-Serern” (buerger-cert.de)
Empfehlung
Das Bürger-CERT empfiehlt Adminstratoren von OpenX Ad-Servern [1] ihre Systeme auf Kompromitterung zu überprüfen. Desweitern empfiehlt das Bürger-CERT eine Aktualisierung auf Version 2.8.5,…
“OpenX Ad Server – SQL Injection on 2.8.4” (developer.openx.org)
Allerdings ist diese Meldung schon ein paar Monate (!) alt:
Created: 03/Mar/10 03:48 PM Updated: 03/Mar/10 03:48 PM
Mit veralteten Software-Versionen und den anderen Lücken (Cross-Site Scripting, Session Fixation, Information Disclosure, etc.) macht bvdw.org keine gute Figur. Aber ihr Slogan “Wir sind das Netz” passt zu dem was ich so üblicherweise im Netz finde — ich habe also nichts herausragend schlechtes gefunden. ;O)






