Auch Andreas Metz ist ein Freund von Ilse Aigner

Samstag, 10. April 2010, 15:10 Uhr |  Autor:

Zu dem “Appell für mehr Datenschutz – Offener Brief an Mark Zuckerberg” gibt es vier Links in Ilse Aigners Facebook:

Die Frankfurter Rundschau hat da schon eine mögliche Antwort für Mark Zuckerberg vorformuliert: “Nach der Kritik an Facebook – Sehr geehrte Frau Aigner!” (fr-online.de)

Verbraucherschutzministerin Aigner droht Facebook in einem offenen Brief, ihre Mitgliedschaft zu kündigen – wenn das Online-Netzwerk nicht den Datenschutz überarbeite. FR-online.de schlägt Facebook-Gründer Zuckerberg eine angemessene Antwort vor.



Frau Aigner hat aktuell 3.348 “Freunde” in Facebook, wobei man das Attribut “Freund” nicht überbewerten darf, denn kennen tut man sich ja nicht wirklich. Bei “Freunden” im Netz muss ich immer an das alte Comic der blonden Rita (crossdress.transgender.at) denken.

Auch der Andreas Metz gehört nun zu ihren “Freunden”:
ilses freund
Wobei, ich denke Frau Aigner und er kennen sich nicht, und echte Freunde werden sie wohl auch nie werden. ;O)


Welche und mit wie vielen Menschen teilt Andreas seine Daten in Facebook, wenn er die Privatsphäre-Einstellungen nach der Registrierung nicht editiert und nur eine Freundin hat?

  • Alle* (ca. 1.500.000.000 Internetnutzer)

    • Öffentliche Suchergebnisse: Erstelle einen öffentlichen Sucheintrag, damit andere Personen eine Vorschau deines Facebook-Profils in Suchmaschinen finden können.
      (Vor ein paar Tagen stand hier noch:
      Diese Einstellung gestattet Suchmaschinen auf deine öffentlich zugänglichen Informationen sowie auf alle Daten, die du für „Alle“ freigegeben hast, zuzugreifen. Dazu gehören keine Informationen, die du lediglich mit deinen Freunden oder Freunden deiner Freunde geteilt hast.
  • Alle (ca. 400.000.000 Facebooknutzer)
    • Über mich: „Über mich“ bezieht sich auf den „Über mich“-Abschnitt in deinem Profil
    • Persönliches: Interessen, Aktivitäten, Favoriten
    • Familie und Beziehung: Familienmitglieder, Beziehungsstatus, „Interessiert an“ und „Auf der Suche nach“
    • Ausbildung und Beruf: Schulen, Hochschulen und Arbeitsplätze
    • Beiträge von mir: Standardeinstellung für Statusmeldungen, Links, Notizen, Fotos und Videos, die du postest
    • Webseite
    • Mich als FreundIn hinzufügen: Bestimme, wer dich in Suchergebnissen und von deinem Profil aus als FreundIn hinzufügen kann
    • Mir eine Nachricht schicken: Bestimme, wer dir in Suchergebnissen und von deinem Profil aus eine Nachricht senden kann
    • Facebook-Suchergebnisse: Wer dein Suchergebnis auf Facebook sehen kann
  • Freunde von Freunden (3.347 Facebooknutzer)
    • Geburtstag: Geburtstag und -jahr
    • Religiöse Ansichten und politische Einstellung
    • Fotos und Videos von mir: Fotos und Videos, in denen du markiert wurdest
    • Beiträge von Freunden: Bestimme, wer Beiträge von deinen Freunden in deinem Profil sehen kann
    • Heimatstadt
  • Nur Freunde (1 Facebooknutzer)
    • Kommentare zu Beiträgen: Bestimme, wer die von dir erstellten Beiträge kommentieren kann
    • IM-Nutzername
    • Handynummer
    • Andere Telefonnummer
    • Aktuelle Adresse
    • E-Mail-Adresse

(Diese Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Aktualität.)

Wer seine persönlichen Daten gerne mit aller Welt teilen möchte der soll dies tun, und wer dies nicht möchte, der lässt es bleiben, aber diese ständige Nölerei an Facebook nervt schon etwas. Dem letzten User sollte klar sein, dass Facebook kein Interesse an privaten, ungeteilten Daten hat. Mit Daten die nur der Besitzer sehen kann, mit denen kann man kein Geld verdienen. Facebook und auch anderer Social Networks sind nicht kostenlos, man bezahlt mit seinen Daten — dies sollte jedem User bewusst sein.

Ich finde das Vorgehen von Frau Aigner gegen Facebook inkonsequent. Entweder akzeptier ich die Konditionen eines Anbieters, dann nutze ich deren Dienste oder ich bin nicht damit einverstanden, dann suche ich mir einen anderen Dienstleister.


Die Werbung auf dem Profil von Frau Aigner passt nicht so gut zur “Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz“:
ilses werbung
Klick auf die Werbung: http://www.facebook.com/pages/Erfurt-Germany/2500-pro-Woche-Verdienen-Online/303259996646

Und dort wird dann http://www.geld-verdienen-jetzt.info/ beworben, mit “100% BEWÄHRT”em System um in Online-Casinos viel Geld zu verdienen. ;O)

Diese Werbung für Online-Casinos ist dem von “Dr. Norbert Wintersiegel” sehr ähnlich: “400-600 Euro täglich im Online-Casino verdienen – risikofrei?” (wissenswert.ws)

Ok, ich behaupte nicht das Frau Aigner die Werbung selber schaltet, aber solche Werbung würde ich ungern neben meinem persönlichen Profil wiederfinden.

Facebook ist es wohl eher egal wer wofür wirbt, Hauptsache er bezahlt dafür. :O)

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Thema: Datenschutz, so Leute

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