Zu viele Cookies
Freitag, 19. Februar 2010, 15:18 Uhr | Autor: ich
Wahrscheinlich ist den meisten Surfern im Netz nicht bewusst wie viele Spuren sie hinterlassen, z.B. in Form von Cookies (de.wikipedia.org) die der Browser speichert.
Im Firefox kann man das Speichern der Cookies live verfolgen:
Hier habe ich mich nur in einen Hotmail-Account eingeloggt und wieder ausgeloggt. Nach dem Ausloggen wird man automatisch auf de.msn.com weitergeleitet.
Es wurden insgesamt 76 Cookies angelegt, viel Datenmüll, wenn man bedenkt dass es effektiv nur zwei Seiten waren die ich besucht habe. Zum Teil ist das Verfallsdatum der Cookies auf das Jahr 2037 eingestellt. Lässt man keine Drittanbietercookies zu so werden noch immer 46 Cookies gespeichert, aber dann mault Microsoft:
Fehler beim Abmelden.
Sie konnten nicht abgemeldet werden, da Drittanbietercookies offensichtlich von Ihrem Browser blockiert werden
So wirklich glaube ich Microsoft diese Meldung aber nicht, denn wenn man im Browser eine Seite zurück geht, dann ist man abgemeldet. Auch wenn man direkt einen Link in den Hotmail-Account versucht, muss man sich erneut einloggen. Also warum diese Meldung? Will man damit den Werbepartnern helfen ihre Cookies zu speichern?
Zu dem Thema Cookies noch etwas zu Flash:
Ein Flash-Cookie (de.wikipedia.org) wird nicht vom Browser verwaltet und kann nur in den Einstellungen von Flash deaktiviert werden. Der Link dazu findet sich in den Fußnoten von Wikipedia, Hilfe zu Flash Player – Globale Speichereinstellungen (macromedia.com), sowie eine Erklärung wie man bestehende Flash-Cookies löschen kann.
Es gibt auch Websites auf denen man kein Flash sieht, die aber trotzdem Flash-Cookies setzen – eine sehr perfide Art Besucher zu verfolgen.
Update: 20.02.2010 – 17:42 Uhr
Nach dem Kommentar von Alviond, noch die Links zu den Add-ons auf addons.mozilla.org:
BetterPrivacy
Cookie Monster







Samstag, 20. Februar 2010, 15:38 Uhr
Du wirst es sicherlich kennen, aber vielleicht einige deiner Leser nicht:
Ich nutze seit geraumer Zeit BetterPrivacy (Firefox-Addon, http://netticat.ath.cx/BetterPrivacy/BetterPrivacy.htm ), was sich insbesondere um die nervigen Flash-Cookies kümmert. Nach jedem Browser-Beenden werden die Flash-Cookies automatisch gelöscht. Und für “normale” Cookies nutze ich “Cookies Monster” (ebenfalls Firefox-Addon), in der ich jede Website individuell konfigurieren kann…
Samstag, 20. Februar 2010, 17:44 Uhr
Ja kenne ich, habe sie leider vergessen zu erwähnen.
Danke das Du mich daran erinnert hast… das Alter… keine Angst nichts ansteckendes, nur Altenheimer. ;O)
Sonntag, 21. Februar 2010, 13:02 Uhr
Ich bin mal eine Zeit lang dazu übergegangen, Cookies nach jeder Sitzung löschen zu lassen – also alle Cookies beim Beenden von Firefox automatisch zu löschen. Das hat den Vorteil, dass man während des Webbrowsens keine Probleme hat, weil man den Seiten keine Berechtigungen entzieht, während man nach dem Öffnen einer neuen Session wieder seine Ruhe hat.
Allerdings ist das nicht sehr convenient, da ich Funktionen wie das automatische Einloggen in GMail und diverse Foren sehr gerne mag.
Inzwischen benutze ich einerseits sowohl NoScript (das verhindert schon mal die ganzen versteckten Flashcookies), als auch die Firefox-Einstellung, keine Cookies außer meinen definierten Ausnahmen anzulegen.
Da hat man dann immer wieder mal das Problem dass man zusätzliche Cookies erlauben muss, aber zumindest hat man nicht das Problem, dass sich ein Haufen Müll ansammelt, den man nicht braucht.
Es gibt ja durchaus sinnvolle Einsatzzwecke für Drittanbieter-Cookies, zum Beispiel OpenID oder OAuth – aber bei denen muss man wiederum diese Cookies nur für eine definierte Domain freigeben. Mehr nicht.
Wenn ein Angebot mir aber verpflichtend einen Haufen Cookies aufpflanzt, würde ich mir überlegen, ob ich es noch nutze – i.e. ob Hotmail wirklich sinnvoll ist. Hat Hotmail nicht auch pop3- und imap-Zugang?
Schlimmstenfalls kann man sich dann, falls man auf ein solches Angebot angewiesen ist, und nicht umsteigen kann, einen anderen Browser zusätzlich installieren, den man dann nur dafür verwendet. Dann sind wenigstens die Cookies in einem abgeschlossenen Raum, und können nicht mit sonstigen Seiten interagieren.
Ansonsten frage ich mich, warum es bisher in FF oder anderen Browsern noch kein “Cookie-Gefängnis” gibt, in das man Teile seiner Browsersitzung einsperren kann, und aus dem man sie schlimmstenfalls mit Neuladen auch wieder herausholen kann. Wäre auch mal nett.
Dass die Angebote, die viele Werbekunden haben natürlich ihr Möglichstes dafür tun werden, solche Dinge so Benutzerunfreundlich wie möglich zu machen, nun, das kann ich verstehen, das würde ich wohl auch so machen. Es liegt hier am Kunden, zu entscheiden, was er benutzt.
Sonntag, 21. Februar 2010, 13:50 Uhr
Hotmail nutze ich nur wenn ich mal wieder eine Fakeadresse brauche und Gmail, GMX, etc. nicht zugelassen ist.
Und zu den Cookies: Ich lösche die auch fast immer, da ich auch so Features wie automatische Anmeldungen gar nicht mag (zu paranoid<g>). Meine Passworte speichere ich hingegen in 1Password (agilewebsolutions.com) da ich sie dann in Safari und Firefox nutzen kann. Import/Export ist damit auch möglich. Allerdings gibt es 1Password nur für das Äpfelchen, aber für Windows wird es bestimmt etwas ähnliches geben. Darauf gekommen bin ich, weil der Safari von Haus aus pro Domain/Dienst nur einmal User/Passwort speichern will.