DDoS auf InterNetX
Mittwoch, 6. Januar 2010, 21:15 Uhr | Autor: ich
Die Feiertag verwöhnten Regensburger Domaindealer meldeten um 17 Uhr 20 per E-Mail:
aktuell findet auf die InterNetX-Infrastruktur ein massiver DDOS Angriff statt. Der Fokus des Angriffs gilt im Besonderen dem Nameserverpool.
Ich habe es erst gar nicht bemerkt, da bei mir bis ca. 17 Uhr 10 alle Seiten funktionierten. Einige fremde Websites hatten zwar bereits zur Mittagszeit Probleme, was ich beim Surfen bemerkte, aber diese habe ich nicht mit einem DDoS (de.wikipedia.org) in Verbindung gebracht.
Nachdem mein Blog nicht erreichbar war dachte ich als erstes an den Server, dass dieser rumzickt, da aber Pings ankamen und Traceroutes normal verliefen, war sofort klar, das Problem kann nur an den Nameservern von InterNetX liegen. Mein erster Gang war zu Twitter und dort las ich, dass das Problem bereits seit 13 Uhr besteht:
InternetX is down. “It’s not just you! http://www.internetx.com looks down from here.” #fail #internetx
Quelle: http://twitter.com/j4n/statuses/7438274234
Vier Stunden ist etwas lang, um nur dies zu bestätigen. Meint ihr nicht auch? Was machen die Regensburger üblicherweise am 6. Januar?
Update: 07.01.2010 – 10:00 Uhr
E-Mail von InterNetX von gestern 23:33 Uhr:
am Mittwoch, 06.01.10, wurde auf die InterNetX Infrastruktur ein massiver DDOS Angriff gestartet. Dieser dauert an, wir haben jedoch Gegenmaßnahmen ergriffen und filtern derzeit die Angriffe aktiv aus.
Wenn die eigene Infrastruktur so platt ist, dass man nicht einmal mehr eine Info zu solch einem Angriff auf der eigenen Website veröffentlichen kann, dann sollte man eben andere öffentliche Kanäle benutzen – z.B. Twitter. Leider ist InterNetX noch nicht in der Twitterwelt angekommen.
Es gibt zwar http://twitter.com/internetx und auch http://twitter.com/united_internet (als Konzernmutter) aber beide Accounts sehen nicht so aus, als ob sie von dem Namensgeber registriert wurden.
Es gibt sogar http://twitter.com/1und1/ und der ist auch, so wie es aussieht, von 1&1, aber dort gab es keine Info zu dem DDoS-Angriff, obwohl auch 1&1-Kunden von dem DNS-Ausfall betroffen waren.
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