abendblatt.de: Qualitätsjournalismus

Donnerstag, 17. Dezember 2009, 17:32 Uhr |  Autor:

Ich habe mir einfach den erstbesten kostenpflichtigen Artikel von abendblatt.de vorgenommen:
Zebrastreifen in Hamburg – einer fiel komplett durch” (abendblatt.de)

Der Content ist qualitativ so hochwertig, dass man ihn an allen Ecken im Netz findet. Nur ein paar Links dazu, die auch beliebig ausgewählt sind:
Noch lange nicht sicher genug” (ksta.de)
ADAC: Viele Zebrastreifen sind nicht sicher” (sueddeutsche.de)
Tops und Flops der Fußgänger-Überwege” (rp-online.de)
Deutschlands gefährlichster Zebrastreifen” (stuttgarter-nachrichten.de)

Der Unterschied des Hamburger Abendblattes zu den anderen Seiten, ist primär die Klickstrecke mit 13 Bildern.

Hier ein Bild der Klickstrecke – zu beachten ist dabei das “Quelle: HA”. Ich gehe mal davon aus, dass das “HA” für Hamburger Abendblatt steht:
ha

Die ursprüngliche Info kommt vom ADAC:
ADAC-Test 2009: Fußgängerüberwege in Europa” (adac.de)

In dem ADAC-Testbericht gibt es einen weiteren Link: “Alle in Deutschland getesteten Überwege auf einen Blick: Tabelle” In der Tabelle findet man auch die Testergebnisse zu “Hamburg / Münzstraße“. Hier ein Screenshot zu den “Stärken und Schwächen” von der Seite des ADAC:
adac

Man sieht es evtl. nicht gleich auf den ersten Blick was nun die journalistische Leistung ist, um sich selber als Quelle zu nennen…

Hier ein Vergleich zwischen dem Text aus dem Bild der Klickstrecke vom Hamburger Abendblatt und dem was die Jungs vom ADAC geschrieben haben:
ha vs. adac
Wie man sieht haben die Jungs vom Hamburger Abendblatt, den kompletten Text 1:1 vom ADAC übernommen, wobei sie der Meinung waren, dass die “Schwäche” der journalistischen Freiheit unterliegt und so unbedeutend ist, dass sie einfach unterschlagen wird.

Und dafür will das Hamburger Abendblatt extra Geld? Dafür, dass sie einen Text übernehmen und nur etwas nicht kopiert haben? So sieht Qualitätsjournalismus in Deutschland aus?!

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Thema: Korinthenkacker, Medien

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2 Kommentare

  1. Exakt so will es das HA. Nur, der Nutzer wird sehr schnell merken wie er beschissen wird und dies wird “das Grab” für den Bezahl-Content.
    Lustig wird es auch werden wenn Springer und Co zukünftig keine Inhalte mal eben so aus ausländischen Quellen kopieren und als “urheberrechtlich geschütztes Eiegenwerk” mehr ausgeben können.!

  1. [...] und den üblichen Geschwafel von Qualitätsjournalismus habe ich ein paar Korinthen: “Print vs. Internet: Qualitätsjournalismus” [...]