Schlechte Usability bei DPD-Sendungsverfolgung
Montag, 27. Juli 2009, 13:27 Uhr | Autor: ich
Ich hatte bereits vor knapp 2 Wochen kurz über ein (vermeintliches) Datenleck bei DPD und deren Zustellbelege geschrieben (Paketempfängerverfolgung). Die EiTea-Jungs von DPD haben sich das Problem… das Datenleck… meine paranoiden Wahnvorstellungen… angeschaut, sie haben mir auch geantworteten:
Leider kann ich aus Ihrer Beschreibung weder ein Problem noch eine Frage an uns erkennen. Um ehrlich zu sein, ist es weder den Kollegen in Aschaffenburg noch uns hier vor Ort klar, was Sie uns damit sagen möchten.
Ok, dann kann es ja auch kein Problem für DPD sein, wenn sich jeder seine Zustellbelege runterladen kann.
- Die Paketscheinnummer die man vom Versender bekommen hat gibt man in das Eingabefeld auf der Seite http://www.dpd.com/de/ ein. Nach einem Klick auf den Pfeil rechts daneben öffnet sich ein
- neues Fenster/Tab mit den gesuchten Daten, die DPD “Paketlebenslauf” nennt. Oberhalb von “Zustellung an: (Name)” steht eine Zahl die verlinkt ist. Wenn man auf diesen Link kickt, so wird eine
- neue Seite geöffnet, inkl. einer Meldung das man “Username/Password” eingeben soll. Da man keine Zugangsdaten besitzt bricht man diesen Dialog einfach ab. In der Adresszeile des Browsers findet man nun eine URL, in der einer Datei verschiedene Parameter übergeben werden sollen. Entfernt man das “.acl” aus der URL und ruft diese Seite nun noch einmal auf, so erscheint eine
- weitere Seite, diesmal ohne eine Fehlermeldung. Auf dieser Seite gibt es einen Link, “Ausrollliste / Zustellbeleg anzeigen”, der mit einer TIFF-Datei verlinkt ist.
Wenn man sich den Zustellbeleg (TIFF-Datei) runterlädt, so kann man nun u.a. folgende Daten archivieren:
- DPD-Depot
- DPD-Tour
- DPD-Gebiet
- DPD-Fahrer
- Postanschrift des Empfängers.
- Name und Unterschrift der Person die die Sendung angenommen hat.
- Datum und Uhrzeit wann die Sendung angenommen wurde.
Sollte man noch weitere Sendungen erwarten, so kann man einfach auf der Seite “Paketlebenslauf” (Nr. 2) die Zahl hinter “pknr” in der URL ändern, da sie eine fortlaufende Nummerierung besitzen. Sollte einem dies zu mühsam sein, so kann man auch den “typ” in der URL auf “2″ ändern. Wenn man diese Seite mit “typ=2″ aufruft, so erscheinen im Tabellenkopf und unterhalb von “Neue Suche” jeweils kleine Vor- und Zurückpfeile. Mit diesem Feature kann man durch die gespeicherten Paketlebensläufe blättern. Sobald man wieder seinen eigenen Namen und damit die Daten der eigenen Pakete auf dem Schirm sieht, kann man wieder mit Schritt 3 und 4 fortfahren um sich seine Zustellbelege zu archivieren.
Sollte man des Öfteren diese Zustellbelege benötigen, so kann man sich auch ein kleines Script basteln, um gleich zum Download der TIFF-Datei zu gelangen.
Ein großes SORRY von mir an DPD, dafür, das ich annahm ein Datenleck gefunden zu haben. Aber bezüglich der Usability muss sich DPD Kritik gefallen lassen. Das mit dem Runterladen der Zustellbelege ist wirklich nicht so schön gemacht, ich würde sogar sagen, dass es ausgesprochen Benutzerunfreundlich ist. Aber nun gut, besser solch eine Krücke, als gar keine Möglichkeit der Archivierung.
Update: 04.08.2009
Nun hat auch DPD eingesehen das es wohl doch ein Bug ist, wenn man die Zustellbelege von fremden Menschen downloaden kann.






