Beiträge vom 26. März 2009

KiPo-Sperre: Provider wollen keine “Spielverderber” sein

Donnerstag, 26. März 2009, 19:41 Uhr | Autor:

Seiten zu sperren, hilft nicht” (berlinonline.de)

Kinderpornografie im Internet ist ein Massenmarkt. Familienministerin von der Leyen argumentiert, dass weniger Klicks auf die Seiten weniger Umsatz bedeuten. Dadurch werde es finanziell unattraktiver, Kinderpornografie überhaupt herzustellen.

Das sind völlig unbewiesene Aussagen, ob weniger Klicks weniger Geschäft bedeuten.
(…)
Aber ist es nicht besser, wenigstens etwas zu tun, auch wenn damit nicht sofort das Problem der Kinderpornografie gelöst wird?

Ja. Deshalb haben wir gesagt, wenn der politische Druck da ist und man glaubt, man tut hier seinen Wählern für den nächsten Wahlkampf etwas Gutes, wollen wir nicht Spielverderber sein.



Zu dem “Massenmarkt” und dem angeblichen “Millionengeschäft”:
Die Legende von der Kinderpornoindustrie” (lawblog.de)

Alle, ich wiederhole, alle haben die Kinderpornos aus Tauschbörsen, Newsgroups, Chaträumen, Gratisbereichen des Usenet oder aus E-Mail-Verteilern. Manche kriegen es auf DVD, ganz normal mit der Post.
(…)
Überdies: Niemand zahlt für Dinge, die er auch umsonst haben kann.
(…)
Vielleicht ist es nur Zufall, dass ich nur Mandanten habe, die nichts für Kinderpornos zahlen und demgemäß auch keine Industrie unterstützen. Ich halte es aber ebenso für möglich, dass Frau von der Leyen einfach falsch informiert ist – zumindest was die angeblichen Millionenumsätze einer angeblichen Kinderpornoindustrie betrifft.



Kriminalbeamte: Privatunternehmen in die Cybercrime-Bekämpfung einbinden” (heise.de)

In diesem Zusammenhang sah der Polizeifunktionär auch eine Ausweitung der Bundes- und Landes-Trojaner auf alle Bereiche der Strafverfolgung als unvermeidlich an.

(Der “Polizeifunktionär” ist Klaus Jansen, der Vorsitzende des Bundes deutscher Kriminalbeamter.)

So wird es auch mit der Sperrliste kommen. Erst nur KiPo, dann der Rest …
Die bedrohte Netzfreiheit und warum ich für sie eintrete” (upload-magazin.de)
Kinderpornos als Vorwand: Bundesregierung will Internetzensur” (freshzweinull.de)


Die Politiker wollen nur unser Bestes – unsere Freiheit.

Thema: Internet, Politik | Kommentare geschlossen