Daily Archives: 23. März 2009

KiPo-Sperre: Die laienhafte Frau gibt nicht auf

Das Internet kann kein rechtsfreier Raum sein” (faz.net)

Es geht darum, den Aufbau der Verbindung zu diesen kinderpornographischen Seiten zu sperren, und nichts weiter.

Eben!!! Und das ist der Punkt der mich am meisten an dem Vorhaben der laienhaften Frau stört. Hat diese Frau evtl. einen Connect in die Szene und darf nicht mehr unternehmen? Bisher habe ich noch keine Begründung von ihr gelesen, warum sie nicht direkt an die Produzenten rangeht und deren Server vom Netz nimmt. Vielleicht versteht sie ja eher Babysprache: Wenn nix KiPo-Server am Netz – du nix müsse sperre Internet.

Wann und wie sind Sie darauf gekommen, diesen Vorstoß im Wahljahr zu unternehmen?

In der Vorbereitung einer internationalen Konferenz zum Schutz der Kinder vor sexueller Ausbeutung in Rio, die im November stattgefunden hat. Da ist mir zum ersten Mal klar geworden, was eigentlich Kinderpornographie ist. Ich habe das Ausmaß des Grauens vorher nicht gekannt. Mir war nicht klar, dass die Kinder vor laufender Kamera geschändet werden, sie zum Teil getötet werden, die Schreie der Kinder im Internet hörbar sind. Dass diese bewegten Bilder in Massen im Internet gezeigt werden.

Ihre unsinnige Forderung ist im Lichte dieser Naivität vielleicht eher zu verstehen.

Der Artikel in der gedruckten FAZ ist etwas länger. Dort steht u.a.:

Das andere ist, dass dies einer der größten Märkte der organisierten Kriminalität ist, wie der Verband Bitcom (es müßte Bitkom heißen) selbst sagt.

Auf der Seite des BITKOM habe ich zwar gefunden, das KiPo ein kommerzieller Markt ist und “Dieser trägt Züge organisierter Kriminalität.”, aber nicht, dass es “einer der größten Märkte” der OK wäre.

Aus “größten Probleme der Webkriminalität” vom BITKOM, wird, im Hohlraum der laienhaften Frau, “einer der größten Märkte der organisierten Kriminalität”. Pures Politikergewäsch. Sich irgendwo etwas, annähernd, passendes zusammenklauben und etwas neues draus machen, allerdings mit dem fremden Etikett. Und wie bei “echten Journalisten” üblich, wird es kommentarlos veröffentlicht. Es fehlt nur noch das andere “echte Journalisten” dies übernehmen und behaupten der BITKOM hätte das wirklich so verbreitet.

Was die laienhafte Frau vom BITKOM nicht wiederholt, ist:

Zugangserschwernisse können stets nur ein flankierendes Mittel sein, da ihre Wirkung auf den kommerziellen Markt aus verschiedenen Gründen gering ist. Politische Initiativen sollten daher ein Gesamtpaket beinhalten, dass seinen Schwerpunkt auf die Stärkung der Täterermittlung legt

Quelle: “BITKOM unterstützt Kampf gegen Kinderpornografie” (bitkom.org)