KiPo-Sperre: “Es geht gar nicht um Kinderpornographie”
Mittwoch, 18. Februar 2009, 5:22 Uhr | Autor: ich
“Keine Diskussion über Sinn und Unsinn von Internet-Sperren” (blog.odem.org)
Die Blockade-Forderung erinnert mich an meine zweijährige Tochter Franka: Sie hält sich die Augen zu und sagt: „Franka Weg.“ …
Da man von der Leyen, Singhammer, Falk und anderen Filter-Befürwortern nicht unbedingt unterstellen kann, auf dem geistigen Niveau Zweijähriger zu sein liegt nahe: Es geht gar nicht um Kinderpornographie.
“Internet-Sperren: die Fehleinschätzungen der Befürworter” (blog.odem.org)
Als Einstieg hier eine Kurzversion:
- Internet-Blockaden wirken nur scheinbar: sie entfernen keine Kinderpornographie aus dem Internet, sondern blenden diese nur für diejenigen aus, die sie sowieso nicht anschauen.
- Internet-Sperren schützen keine Kinder vor (sexuellem) Missbrauch.
- Es ist naiv anzunehmen, dass ein einmal etabliertes Filtersystem nur auf Kinderpornographie beschränkt bleibt.
- Internet-Sperren sind im Kampf gegen Kinderpornographie nicht wirksam, auch von technisch nicht versierten Nutzern leicht umgehbar und in keinster Weise verhältnismäßig.
- Der Tausch von kinderpornographischen Material findet vornehmlich außerhalb von (einfach) sperrbaren Transportwegen statt.
- Sinnvoller wäre, die Anstrengungen zur Verfolgung der Täter zu intensivieren. Dafür ist ausreichendes und mediengerecht ausgebildetes Personal bei den Strafverfolgern notwendig.
Dem ist nichts substanzielles hinzuzufügen, einfach den Links folgen und lesen! Vielleicht auch mal das PDF des Workshops ausdrucken und in der Offline-Welt verteilen.





