Penntest ;O)
Dienstag, 30. Dezember 2008, 12:33 Uhr | Autor: ich
Unter einem Penetrationstest versteht der Sicherheitsfachmann in der Informationstechnik die Prüfung der Sicherheit möglichst aller Systembestandteile und Anwendungen eines Netzwerks- oder Softwaresystems mit Mitteln und Methoden, die ein Angreifer (ugs. “Hacker”) anwenden würde, um unautorisiert in das System einzudringen (Penetration). Der Penetrationstest ermittelt somit die Empfindlichkeit des zu testenden Systems gegen derartige Angriffe. Wesentlicher Teil eines Penetrationtests sind Werkzeuge die dabei helfen, möglichst alle Angriffsmuster nachzubilden, die sich aus den zahlreichen bekannten Angriffsmethoden herausbilden.
Quelle: de.wikipedia.org
“Wesentlicher Teil eines Penetrationtests sind Werkzeuge…”
Ich denke das der wesentliche Teil eines Pentests, wie man ihn auch nennt, eher darin besteht ein Gefühl für den Prüfling zu bekommen. Man benutzt zwar auch Programme für die Standardtests, die Ergebnisse der Anfragen müssen aber interpretiert werden, da gibt es nicht nur ein SICHER oder ein UNSICHER und – was ich für ganz wichtig halte, man muß abseits der Standards testen – denn ein BlackHat-Hacker hält sich nicht an Standards.
Eine Software, auch eine für mehrere Tausend Euro, kann zwar nach “zahlreichen bekannten Angriffsmethoden” suchen, aber sie wird niemals so gut sein wie ein Mensch mit Erfahrung. Solche Software kann nur für einen Schnelltest herangezogen werden. Nach der Interpretation der Ergebnisse ist meist eine Nacharbeit von Hand, trotz des “sicher” von der Software, unerlässlich. BlackHat-Hacker kennen die Schwächen solcher Software, ein Pentester muß diese natürlich auch kennen und eben nach den Lücken suchen die die Software nicht kennt.
Bemerkt man eklatante Fehler im HTML- oder JavaScript-Code einer WebSite, die zwar zum Teil “nur” Syntaxfehler sind, so lassen diese Rückschlüsse auf die Fähigkeiten des/der Programmieren zu. Wer schon einfachste Sicherheitsregeln missachtet der wird kaum an die Dinge denken die sich ein echter BlackHat-Hacker ausdenkt.
Wenn man bei Google nach “Pentest” sucht, so werden einem natürlich auch AdWords von IT-Firmen angezeigt, die eben auch diese Sicherheitstests anbieten. Ich bin ja frech und habe mir diese Firmen-WebSites mal genauer angeschaut… und natürlich auch diverse Lücken gefunden. :O)
Bei meinem Penntest <g> fand ich verschiedenste Lücken wo bei der Konfiguration des Servers gepennt wurde oder die Entwickler des CMS im Tiefschlaf gewesen sein müssen – ich sage nur: XSS, CSRF, SQL Injection & Co. Wenn ich solche Dienstleister sehe dann kann ich nur annehmen das sie die Standardsoftware benutzen und selber nicht ihren Verstand einschalten, so nach dem Motto “Die Software hat keine Lücken gefunden, also sind wir Sicher.” Wenn sie diese Art von Tests ihren Kunden verkaufen, kann man nur hoffen das der Kunde nichts wichtiges auf seinem WebServer speichert.
Thema: Sicherheit | Ein Kommentar






