Pixie – CMS mit Blogs, Plugins, etc. aus UK
Montag, 8. September 2008, 16:24 Uhr | Autor: ich
Gestern bin ich auf ein weiteres CMS gestoßen: Pixie (www.getpixie.co.uk) ist der Name. Es ist Open Source und es ist kostenlos.

Der Slogan lautet “The Small, Simple, Site Maker.” und ja, so ist es. Ich glaube dieses CMS kann auch nicht-Computerfreaks begeistern, da es sehr einfach zu bedienen ist.
Auf der WebSite zu Pixie findet man auch eine Demo-Version des Backends / der Adminseite (demo.getpixie.co.uk). Alle Änderungen die man dort vornimmt werden alle 30 Minuten durch die ursprüngliche Version ersetzt, um denen die in Demos Unfug treiben etwas den Spass zu nehmen. ;O)
Die runtergeladene ZIP-Datei von Pixie enthält nach dem Entpacken ca. 3,1 MB an Dateien, die man auf den eigenen Server hochladen muß. Die Installation ist sehr einfach gehalten. Das Installationsscript möchte nur die Zugangsdaten zur Datenbank wissen und nachdem man ein Passwort für den SuperAdmin vergeben hat, kann man sofort loslegen.
Man kann “Dynamic”-, “Static”- oder “Module/Plugin”-Seiten erstellen. Dynamische Seiten sind blogartige Seiten, auf denen Kommentare hinterlassen werden können und für die man auch RSS-Feeds anbieten kann. Wenn man möchte kann man verschiedene Blogs in dem System verwalten und auch für jeden einen eigenen RSS-Feed anbieten. Statische Seiten kann man z.B. für das Impressum benutzen, also Seiten auf denen man keine Kommentare wünscht und wofür man auch keinen RSS-Feed anbietet. Der Seiten-Typ Module/Plugins ist für die Erweiterungen des Backends wie z.B. die Verwaltung von Kommentaren, RSS-Feeds, Kontaktformular, etc. vorgesehen.
Eine Besonderheit in Pixie sind die sogenannte “Blocks”. Dies sind Code-Schnipsel in HTML/PHP die man in separaten Dateien abspeichert. Diese können z.B. eine Tagcloud, RSS-Feeds fremder Seiten oder News, etc. enthalten.
Dies ist z.B. der Blocks-Code für das Einbinden von einem RSS-Feed:
<div id="block_mgumw" class="block">
<div class="block_header"><h4>Mein Gott und meine Welt</h4></div>
<div class="block_body"><ul>
<?php
echo "\n";
$feed = new SimplePie('http://meingottundmeinewelt.de/feed/');
$feed->handle_content_type();
foreach ($feed->get_items() as $item):
$itemlink = $item->get_permalink();
echo "\t\t\t\t\t\t\t<li><a href=\"".$item->get_permalink()."\">".$item->get_title()."</a></li>\n";
endforeach;
echo "\n";
?>
</ul></div><div class="block_footer"></div></div>
In jede Seite kann man je nach Wunsch diese Blocks einfügen, auch dies funktioniert ganz einfach. Die Blocks werden vom CMS selber erkannt (alle Dateien im Blocks-Ordner). Die Blocks die man zu einer Seite hinzufügen möchte klickt man einfach an, um sie zu aktivieren oder um sie zu deaktivieren.

(Klick auf das Bild öffnet drei Bilder mit Erklärungstext.)
Um die Reihenfolge der Menüpunkte zu ändern muß man nur auf der Pages-Seite die kleinen Pfeile rechts auf dem blauen Balken anklicken, die Maustaste halten, den Menüpunkt verschieben und die Maustaste los lassen. Dank Ajax (de.wikipedia.org) muß nichts bestätigt werden, die Änderungen sind sofort aktiv.

(Klick auf das Bild öffnet drei Bilder mit Erklärungstext.)
In anderen CMS kann man natürlich auch die Reihenfolge der Menüpunkte ändern, nur dort meist nicht so einfach wie in diesem.
Auch die Darstellung der einzelnen Seiten ist sehr gut gelungen. Es wird einem nicht eine lange Liste der Menüpunkte angezeigt:

Wie man bei dieser Darstellung schon vermuten kann… bisher ist es nicht möglich Submenüs anzulegen.
Was mir sehr gut gefällt ist die einfache Handhabung des Backends, man muß nicht lange suchen um eine neue Seite zu erstellen oder Änderungen an bestehenden Seiten durchzuführen.
Neue Themes/Templates werden per FTP in den Template-Ordner gespeichert und können dann, wie auch in WordPress, einfach durch einen Klick auf das Vorschaubild im Backend für die WebSite aktiviert werden.
An Datensicherung wurde auch gedacht. Es gibt eine Backup-Funktion um die Datenbank des CMS zu sichern. Die gespeicherten Backups lassen sich dann entweder per FTP oder direkt aus dem Backend heraus downloaden. Die Backups werden archiviert, damit man auch auf ältere Sicherungen zugreifen kann. Die archivierten Backups lassen sich über das Backend auch wieder löschen, wobei das letzte Backup nicht gelöscht werden kann.
Einschränkend muß ich allerdings sagen das dieses CMS erst in der Version 1.0 vorliegt und das eine oder andere noch nicht so ganz rund läuft und auch noch verschiedene Features fehlen. Man kann z.B. nicht für jede Seite Meta-TAGs für Keywords und Description angeben, sondern nur global für alle Seiten die gleichen, was aber mittlerweile zu verschmerzen ist da die Suchmaschinen eh den angezeigten Text einer WebSite indexieren und den Meta-TAGs wenig Beachtung schenken.
Auf jeden Fall sollte man dieses Open Source CMS im Auge behalten, ich glaube da könnte in Zukunft ein gute Alternative für kleine WebSites heranwachsen.
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