Streunummer
Mittwoch, 13. August 2008, 8:47 Uhr | Autor: ich
“Kommunen melden grobe Fehler bei Ausgabe der neuen Steuernummer” (heise.de)
Seit dem 1. August wird der neue RFID-Chip unter die Haut gespritzt… ähm… sorry, falsches Jahr…
Seit dem 1. August wird die neue Steuernummer verschickt und in Stade (“Die Stader Beamten im Datenmüll“) gab es ein paar Unregelmäßigkeiten.
“Gefühlte 100 Prozent der versandten Bescheide sind mit falschen Daten versehen”, erklärte der Vize-Bürgermeister der niedersächsischen Kleinstadt, Dirk Kraska, gegenüber heise online.
(…)
Wie die Bild-Zeitung berichtet, heißt zudem etwa der Rentner William Jung jetzt mit Nachnamen “Ficken” und wurde in “Hamburg, Kasachstan” geboren. Astrid Brauer stammt demnach angeblich aus dem Iran, ihr Mann aus Russland und ihr Sohn aus Spanien.
Laut der BLÖD wird die Frau Brauer nun als eine gebürtige “Bakschis” geführt. Bei “Bakschis” handelt es sich wohl um einen Schreibfehler (des Hackers), es müsste Bakschisch heißen. Da hat ein Hacker ein paar Daten in das System gestreut, um etwas Spass zu verbreiten. :O)
Ich gebe es zu, einer gewisse Schadenfreude kann ich mich nicht entziehen. Wer die Inkompetenz hat braucht für den Schaden nicht zu sorgen… oder so ähnlich. ;O)
“Wir sind ratlos, wo das Problem liegen könnte”, führt Kraska weiter aus.
Den Bug zu finden sollte nicht soooo schwer sein. Man muß ja nur prüfen welche Gemeinsamkeiten, welches Muster, die fehlerbehafteten Datensätze aufweisen. Z.B. ob es nur Datensätze betrifft die von einer bestimmten Meldebehörde (ca. 5300 Stück) geliefert wurden, wenn dem so ist, wer die Daten weiterverarbeitet hat, etc. etc. Ich hoffe doch das da Protokolle vorhanden sind, von wo nach wo Daten geflossen sind und welche Personen mit der Datenverarbeitung betraut wurden… Jaja ich weiß, wohl eher eine unbegründete Hoffnung.
Wundert mich das alles? Nee, nicht wirklich. Wenn man kein Altenheimer hat, dann hat man die IT-Inkompetenz der Behörden und der verpflichteten Unternehmen noch im Gedächtnis. Probleme mit der HATZ4-Software, erst kürzlich die Datenlecks der Meldeämter oder den offenen WebSites von Bund und Ländern.
Datenschutz wird in Deutschland groß geschrieben – aber leider nur im Duden.






