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Online-Reklame könnte auch funktionieren

Samstag, 19. April 2008, 17:53 Uhr | Autor:

Die dümmste Form der Reklame...evtl. eine Möglichkeit, damit die Reklame nicht zu störend wirkt...das Ideal, aber leider unmöglich, denn irgendwie muß der Spass bezahlt werden...

Das obige Beispiel zeigt mal wieder die SPON. In dem Artikel geht es um “World of Warcraft” bzw. einen Bot der für die Gamer das Game spielt. Selber bin ich kein Gamer, finde es aber interessant das es Software gibt die den Gamern die Arbeit abnimmt. ;O)

Mein Thema hier ist mal wieder die schlechte Online-Reklame. Der Artikel der SPON hat eine recht klar umrissene Zielgruppe, Leute die sich für Games, Spiele, Computerspiele, PC-Spiele, … interessieren. Und was für Reklame wird eingeblendet? Bank, IP-TV und Reise, weiter unten noch Lotto und eBay (allgemein). Also alles mal wieder höchst unpassend und es ist auch noch animierte Reklame, die megastörend wirkt.

Diese Art der Reklame ist für alle unbefriedigend:

  • Als Leser auf der WebSite fühle ich mich nicht für voll genommen, da man wohl glaubt das ich jeden Mist anschaue und klicke.
  • Als Unternehmen hilft mir die Reklame auf der WebSite sicher nicht viel, aber bezahlen muß ich trotzdem.
  • Und als Seitenbetreiber habe ich auch schlechte Karten, weil ich meinen Job nicht gut gemacht habe und beide Seiten verärgere.

Der Werber sucht sich eine andere WebSite, auf der seine Reklame eher Klicks bekommt und der Leser sucht sich auch eine andere WebSite auf der er nicht mit dummer, unpassender Reklame genervt wird oder er installiert Werbeblocker in seinem Browser.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten wie Reklame wahrgenommen wird:

  • sie wird gar nicht wahrgenommen, es wird sozusagen an dem Werbebanner vorbei geschaut
  • sie wird zwar wahrgenommen, aber nicht weiter beachtet
  • sie wird wahrgenommen und animiert sofort zum klicken
  • sie wird wahrgenommen und bleibt im Hinterkopf gespeichert, um zu einem späteren Zeitpunkt zu wirken (Reklame muß nicht immer sofort zu einer Aktion führen. Diese Art von Werbeerfolg ist allerdings nicht direkt messbar.)
  • sie wird wahrgenommen, aber nicht als solche registriert (Reklame die nicht als Reklame identifiziert wird und evtl. auch noch zum weitererzählen taugt, ist die beste, die effektivste Form der Reklame.)
  • sie wird wahrgenommen und als störend enpfunden

So wie die Reklame in diesem Beispiel angezeigt wird empfinde ich sie als höchst störend, da sie zum Teil den Lesefluss stört und meine Aufmerksamkeit mit animation auf sich ziehen will. Da ich den Artikel lesen möchte und nicht die störende Reklame, bleibt mir nur die Möglichkeit die Reklame vom Browser unterdrücken zu lassen.

Aus Sicht der Werbenden Firmen ist der ungünstigste Fall eingetreten, die Reklame nervt und zwar so stark das ich sie ausfiltern lasse, also gar keine Reklame mehr sehe, was für alle WebSites schlecht ist, da ich nun auf keiner WebSite Reklame sehe und der Werbeblocker im Browser immer aktiv ist.

Es ist klar das eine WebSite Geld verdienen muß, aber mit solch dummer Reklame wird dies sicher langfristig nicht funktionieren. Die SPON hat in diesem Beispiel auch Reklame von eBay geschaltet, aber leider nur allgemeine Reklame, nicht speziell auf das Thema PC-Spiele abgestimmt. Wer hat da gepennt? eBay weil sie nur allgemeine Reklame schalten oder die SPON bzw. QC (quality-channel.de) weil sie dem Werbekunden nicht genau genug sagt wie die Reklame aussehen könnte?

Die SPON bzw. QC sollte doch wohl genug Werbekunden haben, um dem Leser passende Reklame einblenden zu können. Warum wird dies nicht getan? Und wenn wirklich nichts passendes dabei ist, dann sollten sie lieber keine Reklame schalten, um den Leser nicht zu verärgern.

Nur intelligent geschaltete und gestaltete Reklame verfängt sich in den Gehirnwindungen, animiert zu einer sofortigen Aktion, bzw. zu einer Speicherung in den Windungen selber.

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P€king

Mittwoch, 16. April 2008, 10:11 Uhr | Autor:

Warum jetzt Aufrufe zum Boykott der olympischen Spiele in China aufkommen verstehe ich nicht. Die Menschenrechtsverletzungen in China gibt es ja nicht erst sein 4 Wochen!? Das Tibet-Problem gibt’s schon ein halbes Jahrhundert, die Drohungen in Richtung Taiwan sind nicht neu und das Menschen die gegen das chinesische System arbeiten und aufklären wollen, eingelocht oder schlimmeres werden ist auch nicht neu.

Olympische Spiele haben mit Sport schon lange nicht mehr viel gemein. Es geht um Kommerz – nicht mehr und nicht weniger. Oder glaubt irgendwer das die Sponsoren nur so zum Spass dreistellige Millionensummen ausgeben? Wovon sollen denn die Millionengehälter der Spitzensportler bezahlt werden?


Das Kaufvieh muß konsumieren – damit die Wirtschaft brummt.


Der Deal war doch:

China, du bekommst die Olympischen Sommerspiele 2008 und dafür kaufst du noch mehr Produkte von uns, läßt noch mehr unserer Firmen in China gute Geschäfte machen und lieferst weiterhin Billigprodukte an uns.

Was haben die Chinesen jetzt aktuell so schlimmes gemacht? Haben sie in den letzten Wochen mehr Menschen hingerichtet oder ohne Gerichtsverhandlung eingelocht als die USA?

Alles wo sich jetzt so gerne drüber aufgeregt wird ist lange über China bekannt. Es hat sich nichts geändert. Wer ernsthaft geglaubt hat das China seine Politik ändert, nur weil die Welt nach Olympia schaut, der glaubt sicher auch noch an den Osterhasen.

China ist sich seiner wirtschaftlichen Weltmacht bewußt. Forderungen nach Menschenrechten der westlichen Politiker sind nur für die Ohren der westlichen Bevölkerung/Medien gedacht, so nach dem Motto “Wir haben denen nochmal gesagt das sie an die Menschenrechte denken sollen.” Wenn die westlichen Politiker es ernst mit den Menschenrechten in China meinen würden, dann würden sie nicht bei jedem Besuch einen Tross von hohen Wirtschaftsvertretern mit sich führen.

Als erstes kommen die wirtschaftlichen Interessen und wenn noch ein Dollar übrig sein sollte, dann könnte man, unter Umständen, evtl., wenn man den Dollar nicht doch noch anderswo sinnvoll investieren kann, nur dann, und wirklich nur dann, könnte man mal auch an die Menschen denken… Aber warum? Die sollen doch all das billige Zeug für uns produzieren, wenn die nun Menschenrechte bekommen, dann wollen die evtl. auch Geld für ihre Arbeit, von der sie menschenwürdig leben können. Nein, nein, das wollen wir doch nicht. Also… so funktioniert Wirtschaft nicht. Wo es Gewinner gibt da muß es auch Verlierer geben und wenn es nur irgendwelche Ausländer trifft, die noch nicht einmal unsere Sprache sprechen, dann soll’s uns doch egal sein… Wenn die alle Auto fahren wollen und evtl. jede Ehefrau auch ein eigenes Auto bekommt – dann bleibt ja sehr viel weniger Erdöl für uns und der Ölpreis steigt kometenhaft… ähm, ich meine natürlich, man muß die enorme Umweltverschmutzung bedenken…

Lügen macht hässlich, weswegen Politiker so hässlich sind und Wirtschaftsbosse sind auch nicht grad mit Schönheit gesegnet…

Thema: Politik, Wirtschaft | Kommentare geschlossen