Totengräber der US-Kriegspropaganda
Dienstag, 11. März 2008, 12:21 Uhr | Autor: ich
Am Samstag sah ich beim Elstner einen Typ der mir zwar bekannt vorkam (Gesichter kann ich mir sehr gut merken) den ich aber nicht einsortieren konnte, in meine zwischen-den-Ohren-DB. Er erzählte von einem Jungen und seiner Familie im Irak…
Leider hat der SWR keine Mediathek in der man eine Konserve der Sendung finden könnte, daher ein Link zum ZDF, auch wenn mir der Kerner voll auf den Sack geht, aber es spricht fast nur der Todenhöfer: ZDF Mediathek
Es wurde auch das neue Buch vom Todenhöfer erwähnt, das ich mir noch am Samstag bestellte, eben wurde es geliefert und beim Blätter stieß ich auf folgenden Abschnitt, Seite 166/167 :
Eine in der Medizinfachzeitschrift Lancet veröffentlichte Studie unabhängiger amerikanischer und irakischer Ärzte geht von über 600.000 Irakern aus die bis Juni 2006 durch das von den Besatzungstruppen angerichtete Kriegschaos ihr Leben verloren. Danach wurden 31 Prozent unmittelbar von den US-geführten Koalitionstruppen getötet, 24 Prozent durch konfessionelle Gewalt und Selbstmordattentate. Bei 45 Prozent der Toten waren die Täter unbekannt; laut Lancet weist die hohe Zahl der Schusstoten jedoch auch hier »auf eine direkte Beteiligung des US-Militärs hin.«
Eine Untersuchung des ebenfalls unabhängigen britischen Forschungsinstituts ORB vom Herbst 2007 kommt auf inzwischen 1,2 Millionen getötete und 1,1 Millionen verschwundene Iraker. In Bagdad habe fast jeder zweite Haushalt ein Mitglied verloren. Egal, welche dieser Schätzungen richtig ist – sie sind alle unerträglich hoch. Sadam Hussein hatte in den 23 Jahren seiner Herrschaft laut »Human Rights Watch« den Tod von 290.000 irakischen Zivilisten zu verantworten.
Jürgen Todenhöfer war entwicklungs- und abrüstungspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, in dieser Funktion habe ich ihn wahrscheinlich mal irgendwo (Zeitung oder TV) gesehen.
Ich hoffe das der Todenhöfer (wohl eine alte veränderte Form von Totengräber) und seine Bücher dazu führen das auch in den “normalen” Medien über diese Blut-für-Öl-Politik berichtet wird und dazu führt das dem endlich ein Ende gesetzt wird. Denn wir alle, auch ich, partizipieren von dem Völkermord der Amis und das finde ich zum Kotzen.
Der Todenhöfer fragte den Elstner warum denn niemand von den täglich 100 militärischen Aktionen der Amis im Irak berichtet, bei denen irakische Zivilisten sterben. Er fragte warum niemand von den täglich 100 Aktionen der 100.000 Widerstandskämpfer (nicht zu verwechseln mit den 1.000 Al-Qaida-Terroristen, die zu 80 bis 90% keine Iraker sind) gegen die Besatzer berichtet. Es wird nur von den relativ wenigen Terroranschlägen der Al-Qaida berichtet, um weiter die US-Bevölkerung hinter sich scharen zu können.
Wer will schon die Wahrheit wissen?
Alle die ungern ihre Heileweltdenke durcheinander bringen wollen, sollten “Warum tötest du, Zaid?” nicht lesen und sollten auch nicht die WebSite zum Buch besuchen.
Wenn ich das Buch gelesen habe werde ich nochmal darüber schreiben.






