Brötchentüten für 20.000 Euro

Donnerstag, 30. August 2007, 17:40 Uhr |  Autor:

Ich war mal wieder mit’m Rad unterwegs. Auch ein Computerfreak braucht mal Auslauf. Auf dem Weg zum Teich, an dem ich dann Pause mache, holte ich mir Brötchen, Milch und ‘ne Zeitung (FAZ). Richtig schönes Wetter, die Sonne brennt und die Mücken vollführten in Schwaden ihre Drehungen über dem Teich und dann las ich in der Zeitung “Das Brötchentüten-Gutachten“… ich wäre ja fast von der Bank gekippt.

Der Oberwirtschafter Michael Glos hat offensichtlich nichts zu tun und vom Obergeldeintreiber Per Steinbrück gehört das da irgendwie zu viel Geld in der Staatskasse ist und das muß wech. Zu viel Geld verdirbt den Charakter. (?) Ohne Charakter… ok anderes Thema.

Nu’ sacht der Per “Ich hätt da gern mal ein Problem.” und der Michel hat auch gleich eins zur Hand, is’ nicht sooo groß, is’ auch nicht so teuer und die Steuergeldverschwendung fällt dann fast gar nicht mehr auf.

Wo ich denn mit der Brötchentüte bleibe wolle, fragt mich da der Michel:

  • Grüne Tonne weil Papier, aber da noch Fett von Käse oder Wurst an dem Papier sein könne doch lieber
  • Schwarze Tonne für Restmüll oder evtl. die
  • Gelbe Tonne, weil Tüte = Verpackung

Doch gar nicht mal so klein das Problem für Berliner Sesselpfurzer… ohne gesunden Verstand kann man da nichts machen. Da braucht man ein Gutachten eines Honorarprofessor für Verfassungs- und Verwaltungsrecht. Der “festgelegte Höchstbetrag” für dieses Gutachten liegt bei 20.000 Euro, also ein Schnäppschen.

»Ohnehin sei das Geld gut angelegt, wie es in der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Bundestagsabgeordneten Ulrike Flach (FDP) heißt. Immerhin zeuge das Gutachten vom Bemühen des Bundeswirtschaftsministers, die “mittelständische Wirtschaft und die Verbraucher nur mit unbedingt erforderlichen Kosten zu belasten”.«


Jetzt mal nur so unter uns, sind die in Berlin noch ganz dicht? Die wollen 20.000 Euro ausgeben, unsere 20.000 Euro, um zu klären in welche Tonne eine Brötchentüte gehört?

Der Michel sollte sich mal anschauen wie Papier recycelt wird. Nach schreddern, von Fremdstoffen befreihen (z.B. Metallheftklammern), Tinte rauskochen etc. ist da in dem Zellstoffbrei kein Fett von irgend einer Scheibe Käse übrig.

Ergo: Brötchentüte => Grüne Tonne, weil Papier

So Michel jetzt schieb mal die 20 Riesen rüber, die brauche ich für unser neues (noch geheimes) Projekt. :O) (es ist nicht zimmr.de <g>)

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Thema: Politik

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