Mal wieder: Bundeslöschtage
Dienstag, 26. Juni 2007, 13:11 Uhr | Autor: ich
“Bundeswehr: Die verschwundenen Geheimdienstakten” (Report Mainz Video)
“Bundeswehr soll Kurnaz-Bericht vernichtet haben” (FTD)
Das Beweisdaten, von nicht ganz legale Angelegenheiten, wech kommen ist nicht wirklich neu…
“Daten wurden gelöscht Sonderermittler Hirsch: Zeugen für Aktenvernichtung unter Kohl” (Der Tagesspiegel)
…und es ist höchst menschlich. Auch Politiker sind nur Menschen und die haben angst um ihre Karriere.
Die Bundis müssen sich nun dümmer stellen als sie es wirklich sind:
“für das Backupband brauche ich das entsprechende Lesegerät, sonst kann ich die Daten nicht wiederherstellen.”
“OK, dann können Sie das Backup jetzt nicht lesen? Nur mit JA oder NEIN antworten.”
“NEIN!”
“OK, dann vernichten Sie das Band, mit dem Aktenvermerk, das Sie es nicht einlesen konnten. Das ist ein Befehl.”
So oder so ähnlich muß es wohl gelaufen sein, denn was Spezialisten für Datenrettung noch aus einer abgebrannten Festplatte rausholen können ist schon erstaunlich. ;O)
Update, 27.06.2007:
“Bundeswehr: Experten zweifeln am Datenverlust” (Golem)
“Selbst wenn Herr Wichert die Bänder aufgegessen hätte, würden professionelle Datenrettungsunternehmen nach der Verdauung den Inhalt wieder herstellen können.”
Eben, das habe ich gemeint. Auch was Herr Ströbele sagt trägt zu den Zweifeln bei. Der Verteidigungsstaatssekretär Peter Wichert habe noch im November 2006 bestätigt, das der Verteidigungsausschuss des Bundestages über Auslandseinsätze der KSK informiert werde, da war der Datenverlust offenbar noch nicht bekannt.






