OK-Lobby stark im Bundestag

Samstag, 26. Mai 2007, 17:01 Uhr |  Autor:

“Bundestag winkt verschärften Hackerparagraphen durch” (Heise)

Wenn man den Hackerparagraphen mal auf die Branche der Schlüsseldienste überträgt, dann würde das bedeuten, das diese Dienstleister keine Werkzeuge bauen, erwerben oder besitzen dürfen, um eine Tür zu öffnen. Wer das schon mal gesehen hat weiß wovon ich spreche. Die Jungs haben Werkzeuge mit denen sie in wenigen Minuten oder gar Sekunden eine zugefallene Tür wieder öffnen können, das kostet dann 100 Euronen und beide Seiten sind Glücklich. Und wenn der Schlüsseldienst ein marodes Schloß vorfindet, wird er sicher auch beratend tätig werden.

Firmen die in IT-Systemen sicherheitsrelevante Fehler suchen, brauchen natürlich auch Werkzeuge. Wenn man die legale Nutzung solcher sogenannter Hacker-Tools verbietet, dann müssen wohl alle IT-Security-Firmen dicht machen oder ihren Firmensitz ins Ausland verlagern.

Dieser Paragraph ist kontraproduktiv für die Sicherheit von IT-Systemen, das könnte man jetzt als Schwachsinn der Sesselpfurzer in Berlin bezeichnen, aber dieser Schwachsinn hat Methode, denn der Bundestag arbeitet natürlich dem IM Schäuble, mit seinem überwachungswahn, in die Hände und…

der Handel mit Firmengeheimnissen ist ein großes Geschäft der OK und bei diesem Paragraphen fragt man sich dann schon, wo der Sinn ist, wer am meisten davon profitiert.

Den Firmen wird verboten für die Sicherheit ihrer Daten zu sorgen und dem Bürger wird verboten für die Sicherheit seiner Privatsphäre zu sorgen – das eine nützt der OK das andere dem IM.

Die OK-Lobby muß schon sehr stark sein, wenn sowas Gesetz wird.

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